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The Guild of Thieves ist ein Computerspiel aus dem Jahr 1987, das von der britischen Firma Magnetic Scrolls entwickelt und von Rainbird Software im Vereinigten Königreich publiziert wurde. Es gehört zum Genre der Textadventures mit Grafiken und ist Nachfolger des Spiels The Pawn.

Handlung Bearbeiten

Die Handlung spielt in der Fantasy-Welt des Landes Kerovnia. Der Spieler hat die Aufgabe, Mitglied der örtlichen Diebesgilde (Guild of Thieves) zu werden. Er muss verschiedene Rätsel lösen und mehrere versteckte Wertgegenstände an sich bringen, um die Aufnahmeprüfung der Gilde zu bestehen.

Spielprinzip Bearbeiten

Die Steuerung des Einzelspieler-Adventures erfolgt über Tastatur. Mittels eines Text-Parsers werden englische Worte und Sätze eingegeben, um z. B. Räume zu untersuchen und direkt von einem Handlungsort zum anderen zu gelangen ("go-to-x"). Der Spieleverpackung liegen einige für die Spiellösung nützliche Gegenstände bei.

Entwicklungs- und Produktionsdetails Bearbeiten

Das Spiel hat zweidimensionale, die Textbeschreibung der Handlungsorte ergänzende Grafiken. The Guild of Thieves wurde für den C 64, DOS, Atari-8-Bit, Atari ST, Amiga, ZX Spectrum, Acorn Archimedes, Amstrad, Mac OS und Apple II umgesetzt. Geschrieben wurde das Adventure von Robert Staggles. Programmierer war Kenneth Gordon und die Grafiken stammten von hauptsächlich Tristan Humphries und Geoff Quilley.[1].

Rezeption Bearbeiten

In den 1980er Jahren hoben deutsche Spielerezensionen die erstklassigen, fotoähnlichen Grafiken, die logischen Rätseln und den guten Text-Parser hervor. Bewertet wurde das Adventure mit 90 von 100 Wertungspunkten.[2] Eine amerikanische Spielrezension würdigte einerseits die Qualität der Grafiken und Rätsel („the puzzles are often delightful and the illustrations are absolutely eye-popping“), bemängelte andererseits aber die vergleichsweise geringe Spieltiefe und Handlungskomplexität ("for an adventure, it's unusually thin").[3]

In einer Untersuchung zur Computerspielgeschichte und -theorie aus dem Jahr 2006 wurde differenziert: Neben den Grafiken seien der britische Humor der Texte und die guten Rätsel positiv zu werten; auf der anderen Seite sei das Spiel von der Handlung her aber nur wenig ambitioniert („The game is a thematically unambitious collect the treasures romp”).[4]

Weblinks Bearbeiten

Einzelnachweise Bearbeiten

  1. Überblick zu Entwicklung und Produktion unter Vorlage:MobyGames
  2. Vgl. Boris Schneider-Johne: The Guildo f Thieves. In: Happy Computer Sonderheft 21/1987, S.145f.; ders.: The Guild of Thieves. In: Happy Computer mit Spiele-Sonderteil 7/1987.
  3. Bill Kunkel: The Guild of Thieves. In: ST Log, Issue 20, 6/1988, S. 84.
  4. Vgl. Jimmy Maher: Let's Tell a Story Together. A History of Interactive Fiction. Senior Honor's Thesis, University of Texas, Dallas 2006 (Kapitel 6 The Rest of commercial IF – Magnetic Scrolls).


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