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Suspect (Computerspiel)

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Suspect ist ein Computerspiel der US-amerikanischen Firma Infocom aus dem Jahr 1984. Es gehört zum Genre der Textadventures.

Handlung Bearbeiten

Die Handlung im Stil einer Kriminalgeschichte spielt auf dem Anwesen Ashcroft Manor in der fiktiven Stadt Rappanoc, Maryland (USA). Der Spieler ist Reporter einer fiktionalen Zeitung und wird von der reichen Veronica Ashcroft-Wellman auf einen Halloween-Maskenball in ihrem Haus eingeladen. Kurze Zeit später ist die Gastgeberin tot und der Spieler wird des Mordes verdächtigt. Er muss versuchen seine Unschuld zu beweisen und den Mörder – einen der anderen Gäste des Maskenballs – zu überführen.

Spielprinzip Bearbeiten

Das Text-Adventure wird über Tastatur gesteuert. Dabei werden englische Worte und komplexe englische Sätze in einen Text-Parser eingegeben. Der Spieler muss auf dem Anwesen Ashcroft Manor Beweise für seine eigene Unschuld und für die Überführung des Mörders suchen. Eine wichtige Rolle spielen dabei die Dialoge mit den anderen Spielfiguren. Für die Lösung des Adventures besteht ein Zeitlimit. Die Packungsbeilage des Spiels enthält mehrere, für die Spiellösung nützlichen Gegenstände, zum Beispiel ein Zeitungsbericht über den jährlichen Maskenball auf Ashcroft Manor, die Einladungskarte und die Quittung eines Kostümverleihs.

Entwicklungs- und Produktionsdetails Bearbeiten

Das Adventure hat keine Grafik und keinen Sound. Technisch wurde es auf Basis der Z-machine entwickelt und für den C 64, DOS, Atari-8-Bit, Atari ST, Amstrad, Mac OS Amiga und Apple II umgesetzt. Entwickler des Spiels ist Dave Lebling.[1]

Rezeption Bearbeiten

In den 1980er Jahren wurden in einer Spielerezension die sehr interessante und abwechslungsreiche Handlung sowie die hervorragenden Beschreibungstexte gewürdigt, die aus einem Buch stammen könnten.[2]

In einer Untersuchung zur Computerspielgeschichte und -theorie aus dem Jahr 2006 wurde die Eigenständigkeit der Nicht-Spieler-Charaktere - ein wesentliches Merkmal von "Suspect" - ambivalent gesehen: Einerseits werde der Spielverlauf dadurch abwechslungsreicher, andererseits werde die Interaktion des Spielers mit den Nicht-Spieler-Charakteren durch deren unvorhersehbares Verhalten auch erschwert. Zudem stünden wegen der begrenzten Hardwaremöglichkeiten in den 1980er Jahren nur eingeschränkte Dialogoptionen zur Verfügung.[3]

Literatur Bearbeiten

Weblinks Bearbeiten

Einzelnachweise Bearbeiten

  1. Überblick zu Entwicklung und Produktion unter Vorlage:MobyGames
  2. Vgl. M.Kohlen/Heinrich Lenhardt: Witness/Suspect/Deadline. In: Happy Computer Sonderheft 3/1985.
  3. Vgl. Jimmy Maher: Let's Tell a Story Together. A History of Interactive Fiction. Senior Honor's Thesis, University of Texas, Dallas 2006 (Kapitel 5 The Infocom Canon - The Early Mysteries: Deadline, The Witness, and Suspect).


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