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Skat ist wohl eines der verbreitetesten Kartenspiele und in Deutschland dazu ein Traditionelles.

Ziel und Ablauf Bearbeiten

Skat wird mit einem Blatt aus 32 Karten gespielt.

In der Regel gelten die Buben stets als höchste Trümpfe und gehören deshalb spieltechnisch keiner der vier Farben an. Es gilt diese Rangfolge

  • Ass (Niedrigste)
  • Zehn
  • König
  • Dame
  • Bube
  • Neun
  • Acht
  • Sieben (Höchste)

Eine Skatrunde besteht aus mehreren Spielen. Optimalerweise sollten soviel Spiele gespielt werden, das jeder gleich oft der Geber war – also bei drei Spielern in Dreier-Schritten (6, 9, 12, usw.) oder bei vier Spielern in Vierer-Schritten (8, 12, 16, 20, 24, usw.)

Die Karten werden gemischt, der Spieler rechts neben dem Geber hebt at. Der Geber nimmt die restlichen Karten und beginnt zu geben. Er fängt beim Spieler links von sich an – diesen nennt man Vorderhand – und gibt jedem Spieler vorerst 3 Karten. Bei 4 Spielern gibt sich der Geber nur 1 Karte. Danach legt er 2 Karten verdeckt in die Mitte des Tisches. Diese sind der sog. „Skat“ oder auch „Stock“. Danach erhält jeder Spieler beginnend bei der Vorderhand 4 und anschließend 3 Karten. Auch hier lässt sich der Geber bei vier Spielern selbst aus. Insgesamt erhält also jeder Spieler 10 Karten. Das nächste Spiel gibt der Spieler der davor die Vorhand war (also im Uhrzeigersinn).

Reizen Bearbeiten

Reizen nennt man die Spielfindung der aktuellen Runde. Dabei nennen die Spieler nach festen Regeln in einer geordneten Reihenfolge immer höhere Spielwerte, bis die Kontrahenten passen müssen. Der Spieler mit dem höchsten Reiz-Wert erhält den Skat und darf die Art des Spiels bestimmen.

Ausspielen Bearbeiten

Das eigentliche Spiel teilt sich in 10 Stiche. Der Spieler links neben dem Geber – der Aufspieler – spielt die erste Karte aus. Im Uhrzeigersinn spielen die weiteren Spieler ebenfalls eine Karte aus, wobei dabei auf die Regeln zu achten ist. Es entscheidet sich nach der Spielart und der Karte die der Aufspieler als erstes ausspielt, wer den Stich gewinnt und neben sich verdeckt auf einen Stapel legt. Danach ist dieser Spieler am Zug.

Die Spielkarten sind immer abhängig von der Spielart in Trumpfkarten und Farbkarten in einer bestimmten Rangfolge unterteilt. Der Aufspieler hat immer freie Wahl, welche Karte er ausspielen möchte. Spielt er eine Trumpf Karte aus müssen die anderen Spieler diese bedienen – d.h. sofern vorhanden muss eine Trumpfkarte eingespielt werden. Wenn keine Trumpfkarte vorhanden ist, kann jede beliebige Farbkarte eingespielt werden. Spielt der Aufspieler eine Farbkarte aus, so müssen ebenfalls alle anderen Spieler diese Farbe bedienen, sofern sie eine haben. Andernfalls bleibt ihnen frei ob sie eine andere Farbkarte abwerfen oder mit einem Trumpf stechen. Den Stich erhält der Spieler der die höchste Trumpfkarte gelegt hat, oder sonst derjenige der die höchste Karte der angespielten Farbe gelegt hat.

Wertung Bearbeiten

Insgesamt sind 120 Augen im Spiel. Der Alleinspieler hat gewonnen, wenn er mindestens 61 Augen hat. Die Gegenpartei benötigt jedoch nur 60 Augen um zu siegen. Hat ein Spieler einen Schneider oder Schwarz angesagt oder so hoch gereizt, dass er zusätzliche Augen benötigt, dann braucht er 90 oder mehr Augen bzw. alle 10 Stiche um zu gewinnen. Achtung: Auch ein Nullaugen-Stich – also ein Stich der nur 7, 8, 9 enthält, ist ein Stich – wichtig für das Schwarz-Spiel.

Aufschreiben der Punkte Bearbeiten

Hierzu gibt es mehrere Varianten. Die gängigste ist nur die Punkte des Alleinspielers zu notieren. Gewinnt er bekommt er den Wert des Spieles als Punkte. Hat er verloren, werden ihm die „doppelte“ Anzahl an Punkten abgezogen. (vorgeschriebene Schreibweise bei offizielle Turnieren)

Eine weitere Schreibmöglichkeit ist, die Punkte grundsätzlich als Minuspunkte zu notieren. Gewinnt der Alleinspieler, bekommen die Gegenspieler den Wert des Spieles als Minuspunkte. Verliert der Alleinspieler, bekommt er die doppelte Minunspunktzahl.


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