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Outcast ist ein Computerspiel des Genres Action-Adventure vom belgischen Entwicklungsstudio Appeal. Veröffentlicht wurde das Spiel im Sommer 1999 von Infogrames (heute Atari).

Handlung Bearbeiten

Im Jahr 2007 startet die amerikanische Regierung eine Raumsonde, die die Existenz eines Paralleluniversums beweisen soll. Das Experiment gelingt, doch kurz nach der Landung beschädigt eine intelligente Lebensform die Sonde und verursacht so einen gewaltigen Energierückstoß auf die Erde. Dieser Energierückstoß lässt ein ständig wachsendes Schwarzes Loch auf der Erde entstehen und droht so die Welt zu zerstören. Cutter Slade, Commander der US-Navy, soll drei Wissenschaftler in die unerforschte Welt Adelpha begleiten, um die beschädigte Sonde zu reparieren.

Natürlich läuft etwas schief. Cutter kommt ohne Ausrüstung und getrennt von den Wissenschaftlern auf Adelpha an. Seine Suche gilt nun den Wissenschaftlern. Cutter trifft dabei auf die fremde Kultur der Talaner, die intelligenten Einwohner Adelphas. Das Volk wird beherrscht vom tyrannischen Faé Rhân. Slade soll für die Einwohner Adelphas als Gegenleistung für ihre Unterstützung fünf heilige Gegenstände, sogenannten Mons, finden. Slade bleibt keine Wahl, als den Einwohnern in ihrem Kampf zu helfen, denn das Schicksal zweier Welten liegt ausschließlich in seinen Händen …

Hauptcharaktere Bearbeiten

Cutter Slade Bearbeiten

Cutter Slade ist die Hauptfigur und Spielercharakter. In der deutschen Version wird er von Manfred Lehmann gesprochen, bekannt als Synchronstimme von Bruce Willis. Cutter ist ein ehemaliger Navy Seal und Nahkampfspezialist. Der tragische Tod eines Kameramannes während einer von ihm überwachten PR-Aktion, der ihm zu Unrecht zur Last gelegt wurde, führte zum Rauswurf aus der Spezialeinheit. Slade versinkt im Alkoholkonsum und entwickelt eine ausgeprägt zynische Ader. Durch seinen Vertrauten und Mentor Doug Dawson, Admiral der Navy, findet Slade in der geheimen Sondereinheit PROWLER eine neue Einheit. Über seine Verbitterung kann ihm dies jedoch nicht weghelfen.

Cutters Aufgabe während der Adelpha-Mission ist es, das Team zusammenzuhalten und zu schützen. Die Talaner sehen in ihm den „Ulukai“, der nach der Prophezeiung vom Himmel herabsteigen wird, um Faé Rhân zu vernichten und das Volk der Talaner zu befreien.

Marion Wolfe Bearbeiten

Marion Wolfe, Tochter der amerikanischen Senatorin Clare Fitzgerald, gehört zu dem dreiköpfigen Wissenschaftlerteam, das die Parallelwelt Adelpha erkunden und die Sonde reparieren soll. Sie und Cutter lernten sich schon während einer anderen Mission kennen, bei der Cutter zu ihrer Aufsicht abgestellt worden war. Der durch Marion verschuldete Tod eines Kameramannes wurde auf Bestreben der Anwälte ihrer Mutter Cutter Slade zur Last gelegt. Seitdem hegt Slade eine große Abneigung gegen Wolfe, obwohl Wolfe das Vorgehen ihrer Mutter scharf verurteilt. Wolfe wendet sich deshalb vom Journalismus ab und geht in die Forschung. Sie wird zu einer weltweit anerkannten Kapazität auf dem Gebiet der Bio-Ethnologie und Exobiologie. Zum Handlungszeitpunkt ist sie Leiterin des exobiologischen Labors der Universität von Chicago.

William Kauffman Bearbeiten

William Kauffman entstammt einer alteingesessenen neuenglischen Familie. Er ist Quantenphysiker in Harvard und Nobelpreisträger. Kauffman leitet offiziell das Projekt „Sidestep“, das mit Hilfe einer Sonde erstmals den Kontakt zur Parallelwelt Adelpha herstellen konnte. Sein Leben gehört der Wissenschaft. Er ist stets höflich und steht für den ethischen denkenden Wissenschaftler. Durch eine unvorhergesehene zeitliche Verschiebung beim Transfer gelangen er und Xue mehrere Jahre vor Cutter Slade und Marion Wolfe in Adelpha an. Er ist bei Cutters Eintreffen bereits längere Zeit tot, hat jedoch in Form diverser Holos Hinweise, unter anderem auch für die Reparatur der Sonde, hinterlassen.

Anthony Xue Bearbeiten

Anthony Xue ist ein schwieriger Charakter und vollkommen konträr zu seinem Kollegen Kauffman. Aus einfachen Verhältnissen stammend ist Xue sehr ehrgeizig und machtbesessen. Nachdem eines seiner Experimente zu Materie/Antimaterie-Reaktion in einer Katastrophe endete und dabei mehrere Forscher ums Leben kamen, wurde er von der wissenschaftlichen Gemeinde ausgeschlossen. Erst beim Militär fand er einen neuen Auftraggeber und erforschte zusammen mit William Kauffman im Projekt „Sidestep“ die Möglichkeiten zur Reise in Paralleluniversen. Die beiden arbeiteten zwar wissenschaftlich eng zusammen, kamen auf persönlicher Ebene jedoch nicht besonders gut miteinander aus.

Spielwelt Bearbeiten

Der begehbare Teil der Spielwelt Adelpha besteht aus insgesamt sechs landschaftlich vollkommen unterschiedlichen Regionen, die durch sogenannte Daokas miteinander verbunden sind. Daokas weisen eine große Ähnlichkeit mit Sternentoren aus Stargate auf und ermöglichen Reisen über große Strecken ohne Zeitverlust. Die Daokas entspringen keiner talanischen Technik und können von ihnen auch nicht hergestellt werden. Die Errichtung der Daokas wird den sogenannten Altehrwürdigen nachgesagt, die durch ihr schädliches Wirken auf Adelpha die Rache der Götter (Yods) heraufbeschworen und ausgelöscht wurden. Für die Talaner ist die Nutzung der Daokas notwendig zur Aufrechterhaltung ihrer Kultur, weswegen die wichtigeren Tore von Söldnern Faé Rhâns bewacht werden.

Ranzaar ist die erste Region, die Cutter Slade nach seinem Durchgang zu sehen bekommt. Ranzaar besitzt ein arktisches Klima und ist nur durch ein verstecktes Daoka in Shamazaar erreichbar. Es ist die letzte Zuflucht der Rebellen, genannt Dolotaiwächter. Außer den wenigen Rebellen finden sich keine Lebewesen auf Ranzaar.

Shamazaar wird vor allem landwirtschaftlich genutzt. Die Reis-artige Rizi-Pflanzen wird hier in den zahlreichen sumpfigen Terrassen angepflanzt und versorgt die Talaner aller anderen Regionen mit Nahrung. Shamazaar ist daneben auch das religiöse Zentrum der Talaner. Jeder der vier Gottheiten ist hier ein Tempel geweiht. Ein Daoka im Süden verbindet Shamazaar mit Talanzaar. Weitere, schwer bewachte Tore im Faé-Tempel führen nach Okasankaar und Motazaar. Eine seltsame Barriere im Nordwesten hindert jedes Lebewesen am Betreten dieses Bereiches.

Talanzaar ist eine unwirtliche Wüstenregion und besteht ausschließlich aus der Stadt Okriana. Aus diesem Grund wird Okriana oft mit Talanzar gleichgesetzt. Diese orientalisch anmutende Ortschaft ist die Hauptstadt Adelphas mit Faé Rhâns Palast mitten im Zentrum. Zahlreiche Händler und Handwerker haben sich in zahlreichen Flachdachbauten um den Palast herum angesiedelt. Zum Schutz gegen die rauen Wüstenstürme wurde rund um die Stadt eine hohe Mauer errichtet. Die insgesamt drei Daokas dieser Region führen nach Shamazaar, Okasankaar und Motazaar.

Die Region von Okasankaar ist von weitläufigen Meeres- und Sumpfflächen geprägt. Die Bewohner des hier gelegenen Dorfes Cyana sind hauptsächlich Fischer, die ihre Fänge regelmäßig für Faé Rhâns Söldner abliefern müssen. Wichtige Gebäude sind das heilige Darosham, rituelles Zentrum der Faé-Anhänger, und das Inselgefängnis Zorkatraz. Im Osten der Region findet sich, bewacht durch eine Söldner-Kaserne, das einzige Daoka nach Okaar.

Die Minen von Motazaar liefern die Erze (Helidium) und Metalle, die für den Bau der Waffen von Faé Rhâns Söldnern benötigt werden. Die sehr trockene Region wird durchzogen von tiefen, lavagrundigen Erdrissen und besitzt viele heiße Quellen. Hohe Berge begrenzen Motazaar, das damit idealer Ort für Faé Rhâns Gefangenenlager ist.

Okaar wird auch „die alte Welt“ genannt. Es ist eine mythenumrankte Dschungelwelt, die nur von wenigen Talanern betreten wird, hauptsächlich um zu jagen. Im Südosten unterhalten lediglich die Truppen Faé Rhâns ein Lager. Okaar hat als einzige Region intelligente, im Vergleich zu den Talanern jedoch primitive, Ureinwohner hervorgebracht, die Oogobaar. Auf sie scheinen die Überreste einer fremden Kultur, die sich in Form von Bauten und Artefakten in ganz Okaar finden lassen, jedoch nicht zurückzugehen. Okaar ist zudem identisch mit der Landestelle der Sonde, deren Beschädigung Ursache für die Entstehung des Schwarzen Loches war. Eines der ungelösten Mysterien dieser Welt ist ein defektes Daoka in der Nähe eines Wasserfalles. Es ist nicht aktivierbar und sein Zielort ist nicht bekannt. Die Talaner nennen es das „Himmelsdaoka“, andere Legenden berichten, es ermögliche die Reise zu den beiden Monden Adelphas.

Eine weitere Region, Kizaar, wird namentlich zwar erwähnt, ist im Spiel jedoch nicht erreichbar. Kizaar ist eine Insel im Meer. Auf ihr leben alle talanischen Kinder und Frauen. Die Männer besuchen ihre Frauen dort im Abstand mehrerer Jahre.

Besonderheiten Bearbeiten

  • Der Soundtrack wurde vom Moskauer Symphonie-Orchester unter Lennie Moore (siehe auch Weblinks) eingespielt.
  • 1999 Auszeichnung als Spiel des Jahres.
  • Die DVD-Ausgabe erhielt 2000 die Auszeichnung als beste Spiele-DVD.
  • Durch die Voxel-Grafik präsentierte sich die Spielwelt sehr detailreich und organisch, erforderte jedoch auch einen leistungsstarken Prozessor. Eine 3D-Grafikkarte war nicht notwendig.
  • Das fortschrittliche KI-System GAIA versah alle Lebewesen mit einem Tagesablauf.
  • Durch Erschaffung einer eigenen Sprache versuchten die Entwickler eine lebendige Fremdkultur zu vermitteln.

Nachfolgeprojekte Bearbeiten

Trotz 400.000 verkaufter Exemplare konnte Outcast die Gewinnerwartungen Infogrames' nicht erfüllen. Etwa 2001 begannen die Arbeiten am Nachfolger Outcast: The lost Paradise, das für PC und auch PlayStation 2 erscheinen sollte und nicht mehr die Voxel-Engine verwendete. Die Arbeiten wurden jedoch bald „eingefroren“. Kurze Zeit später musste Entwickler Appeal Insolvenz anmelden, von der sich die Firma nicht mehr erholte. Seitdem gab es von Infogrames keinerlei Bestrebungen für einen Nachfolger. Ein daraufhin begonnenes Fanprojekt namens open Outcast, welches mit der Crysis-Engine umgesetzt wird, [1] ist derzeit die Haupthoffnung der nach wie vor vorhandenen Fangemeinde.

Ein eher ungewöhnliches Fanprojekt firmierte unter dem Namen „Die Sprache der Talaner“. Das Projekt hatte es sich zur Aufgabe gemacht, die im Spiel ansatzweise eingeführte Sprache der Talaner zu vervollständigen.

Außerdem existiert eine laufende Petition, die Infogrames/Atari dazu bringen soll, die Outcast-Rechte an Elsewhere Entertainment (Gründer Yves Grolet) zu verkaufen, welches hauptsächlich aus Ex-Appeal-Mitarbeitern und dessen CEO besteht.[2] Elsewhere Entertainment soll damit die Möglichkeit erhalten, an Outcast 2 weiterzuarbeiten. Allerdings gab Infogrames diesem Wunsch der Outcast-Community nicht statt.
An Stelle eines Outcast-Nachfolgers begann Elsewhere Entertainment die Entwicklung eines Spiels namens „Totems“, das auf ähnlichen Konzepten basiert, was die Spielerfahrung betrifft. Dieses Projekt wurde jedoch ebenfalls aus Insolvenzgründen vorzeitig stillgelegt.

Auszeichnungen Bearbeiten

Weblinks Bearbeiten

Quellen Bearbeiten

  1. Toshiro: open OutcastVorlage:TitelFormat/core1 0.00049800796812749, abgerufen am 0.0079681274900398 (vorlage:iso 639-1 zu langform).
  2. Save the future of OutcastVorlage:TitelFormat/core1 Artifice, Inc., 0.00049800796812749, abgerufen am 0.0079681274900398 (vorlage:iso 639-1 zu langform).
ca:Outcast (videojoc)

en:Outcast (video game) fr:Outcast (jeu vidéo) it:Outcast (videogioco) pt:Outcast (jogo eletrônico) ru:Outcast sv:Outcast

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