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Nine Princes in Amber ist ein Computerspiel der US-amerikanischen Firma Telarium aus dem Jahr 1985. Es gehört zum Genre der Textadventures mit Grafiken und basiert auf zwei Romanen aus dem Romanzyklus Die Chroniken von Amber des Schriftstellers Roger Zelazny.

Handlung Bearbeiten

Die Handlung spielt in einer fiktiven Fantasy-Welt. Der Spieler, Prinz Corwin, ist der avisierte Thronfolger der Königs von Amber doch seine acht Brüder, vor allem sein Bruder Eric, sind ebenfalls an der Herrschaft über Amber interessiert. Prinz Corwin muss Mordversuchen entgehen, Intrigen aufdecken und Bündnisse mit einigen seiner Geschwister schließen, um König von Amber zu werden.

Spielprinzip Bearbeiten

Das Einzelspieler-Adventure wird über Tastaturbefehle gesteuert. In einen Text-Parser werden englische Worte sowie einfache und komplexere Sätze eingegeben. Zentral für das Fortkommen im Spiel ist die Interaktion mit den Nicht-Spieler-Figuren; ein in Adventures übliches "inventory" ist nicht vorhanden.[1] Es gibt 40 verschiedene Lösungsmöglichkeiten, um das Spiel zu beenden.

Entwicklungs- und Produktionsdetails Bearbeiten

Das Adventure hat eine zweidimensionale Grafik, eine Titelmelodie und Soundeffekte. Umgesetzt wurde es für den C 64, DOS, Atari ST, MSX2 und Apple II. Die MSX2-Version ist eine Übersetzung ins Spanische („Nueve Principes en Amber“) und mit neuen Illustrationen ausgestattet.

Grundlage des Spiels sind die Romane Nine Princes in Amber (Verlag Doubleday, 1970) und The Guns of Avalon (Verlag Doubleday, 1972) von Roger Zelazny.[2]

Rezeption Bearbeiten

Eine Spielerezension der Computerzeitschrift Happy Computer würdigte die intelligenten Texte, die spannende Handlung und den beeindruckenden Parser-Wortschatz des "Edel-Adventures".[3]

In einer Untersuchung zur Computerspielgeschichte und -theorie aus dem Jahr 2006 wurde differenziert. Einerseits handele es sich insgesamt um ein gutes Spiel, andererseits sei das Ziel der Spielentwickler - die Ermöglichung komplexer Interaktionen des Spielers mit Nicht-Spieler-Charakteren - aber ambitionierter als die tatsächliche Umsetzung gewesen ("What they ended up with is not a bad game – in fact, it is one of Telarium’s best, and working out the conversational ´puzzles´ can actually be oddly satisfying at times – but they seemed to be aiming so much higher.").[4]

Weblinks Bearbeiten

Einzelnachweise Bearbeiten

  1. ... everything hinges on character interaction; there's no inventory ... Vgl. Shay Addams: if yr cmptr cn rd ths... In: Computer Entertainment, August 1985, Seiten 24-27, 76-77.
  2. Überblick zu den Mitwirkenden an Entwicklung und Produktion unter Vorlage:MobyGames
  3. Vgl. Heinrich Lenhardt: Nine Princes in Amber. In: Happy Computer 3/1986, S.159.
  4. Vgl. Jimmy Maher: Let's Tell a Story Together. A History of Interactive Fiction. Senior Honor's Thesis, University of Texas, Dallas 2006 (Kapitel 6 The Rest of commercial IF - Tirllium/Telarium).


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