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Lands of Lore ist ein von Westwood veröffentlichtes Computerspiel. Vorhergehende Produkte des gleichen Programmiererteams waren Teil 1 und 2 von Eye of the Beholder. An Stelle eines dritten Eye of the Beholder-Teiles (den SSI schließlich selbst programmierte), beschlossen sie lieber etwas Eigenes zu machen. Heraus kam die Lands of Lore-Reihe, die drei Teile umfasst.

Lands of Lore: The Throne of Chaos Bearbeiten

Der erste Teil von Lands of Lore mit dem Untertitel Throne of Chaos wurde zuerst 1993 auf Disketten veröffentlicht. Später kam eine CD-ROM-Version auf den Markt, die gegenüber der Diskettenversion nicht nur Sprache für nahezu jeden Charakter im Spiel enthielt, sondern der sogar Berühmtheiten wie Patrick Stewart ihre Stimme verliehen. Patrick Stewart spricht sowohl den Charakter des „King Richard of Gladstone“ im Spiel, als auch eine Zusammenfassung der Geschichte der „Lands of Lore“. Besitzer der Diskettenversion gingen nicht ganz leer aus, einige gesprochene Animationen waren vorhanden und sorgten für mehr Atmosphäre.

Story: Die Hexe Scotia hat ein mächtiges Artefakt gefunden, die Niedermaske, die es ihr erlaubt, jede beliebige Gestalt (mit allen zugehörigen Eigenschaften) anzunehmen. Mit Hilfe der Maske und einer Armee von Orks will sie die Welt beherrschen, doch zuerst will sie eine alte Rechnung mit Gladstone begleichen...

Das Spiel sah im Erscheinungsjahr prächtig aus. Ähnlichkeiten zu Dungeon Master oder Eye of the Beholder waren unverkennbar, aber beispielsweise waren die beim Gehen hineinzoomenden Verließe und Landschaften deutlich schöner in Szene gesetzt. Mit Scotia gab es eine originelle, verwandlungsfähige Bösewichtin. Einsteiger finden sich sehr schnell zurecht und der Schwierigkeitsgrad ist, bis auf einige wenige Stellen, moderat. Ein Automapper zeichnet alles mit und vermerkt sogar geheime Gänge und Türen, die der Spieler vielleicht übersehen hat. Das sorgte für gehörigen Aufruhr im Rollenspiel-Lager, weil es die Lösung der Rätsel fast zu leicht macht.

Lands of Lore: Götterdämmerung Bearbeiten

Der Originaltitel des zweiten Teils war Lands of Lore: Guardians of Destiny, der im Deutschen den Untertitel Götterdämmerung bekam, da es sich im Spiel um den Tod und die Wiedergeburt eines bösen Gottes dreht. In anderen Teilen Europas wurde es auch als Lands of Lore II: Guardians of Destiny veröffentlicht.

Durch die Benutzung der Niedermaske im ersten Teil der Trilogie wurde nämlich eine uralte magische Kreatur geweckt, die mangels Ahnenmagie, von der sie zehrt, seit Generationen geschlafen hatte. Sie wurde von dem niederträchtigen Ahnengott Belial erschaffen, um sie als Mutter für seine Wiedergeburt zu nutzen, nachdem er vom Rat der Ahnen zum Tode verurteilt wurde. Der einzige, der ihm bei seiner Rückkehr gefährlich werden könnte, ist Scotias Sohn, Luther.

Denn während ihres Todes hatte Scotia versucht, die Magie der Niedermaske auf ihren Sohn zu übertragen, was ihr allerdings nicht ganz gelungen ist: Statt sich nach Willen verwandeln zu können, verwandelt sich Luther unkontrolliert in eine Echse oder ein riesiges Monster. Dennoch trägt er ein mächtiges Artefakt der Ahnen in sich, was einerseits die Geburt Belials beschleunigt, ihm aber andererseits Möglichkeiten gibt, an die er selbst noch nie gedacht hatte.

Also gibt es wieder einmal viele spannende Orte zu erkunden, Verliese, alte Ruinen, Eislandschaften und die sagenumwobene Stadt der Ahnen selbst, bis er Belial die Stirn bieten kann. Doch zunächst muss er erstmal aus dem Kerker von Gladstone entkommen, denn die Wachen brennen nur so darauf, ihn für die Verbrechen seiner Mutter heran zu ziehen.

Im zweiten Teil von Lands of Lore hat die Grafik einen gehörigen Sprung gemacht und präsentiert sich in echtem 3D, wobei erst durch einen Patch 3D-Beschleuniger-Karten benutzt wurden. Ebenfalls neu war die Einbindung von Videomaterial im Spiel mit echten Schauspielern, die den etwas linearen, aber sehr abwechslungsreichen Weg des Helden begleiten und viele Hintergrundinformationen über die Geschichte und Hintergründe der Welt geben.

Lands of Lore III Bearbeiten

Dies ist der dritte und letzte Teil der Reihe. Die Ereignisse geschehen unmittelbar an den Anschluss des zweiten Teils. Das Drarakel hat nach der Wiedergeburt und dem Tod von Belial keinen Grund mehr, in der Welt der Sterblichen zu bleiben, und verlässt sie durch den leuchtenden Pfad - ein Portal in der Form eines Spiegels. Zurück bleibt sein magischer Diener Jakel, welcher unmittelbar mit der Magie des Anu verbunden ist. Da er ohne die Magie Anus nicht mehr weiterexistieren kann, schließt er den Leuchtenden Pfad nicht wie ihm aufgetragen wurde, sondern zerstört den Spiegel, so dass der Leuchtende Pfad nie geschlossen wird und die Magie Anus überlebt. Die Splitter des Spiegels verteilt er in anderen Dimensionen, die nun, wo das Gefüge der Magie erschüttert wurde, in die Welt einzudringen drohen.

Dabei übernimmt der Spieler die Rolle von Copper LeGre, einem unehelichen Sohn des Königs von Gladstone, der bei einem plötzlichen Angriff aus einer der anderen Dimensionen als einziger überlebte. Als einziger Thronerbe muss sich der eher schmächtige Mischling nun allein den drohenden Gefahren stellen. Überall öffnen sich Portale zu anderen Dimensionen, die schreckliche Kreaturen ausspucken und Gladstone scheinbar überrennen. Also begibt sich Copper auf die Suche das Geheimnis der Portale zu lüften in der Hoffnung damit auch seine Seele wieder zu finden, die ihm bei dem Angriff gestohlen wurde.

Dieses Spiel wurde allen Anschein nach mitten in der Testphase veröffentlicht. An vielen Stellen war sehr deutlich sichtbar, dass es noch nicht fertig war, beispielsweise ließ sich auch nach dem Update der letzte Auftrag der Magiergilde nicht erfüllen. Wahrscheinlich hing dies mit der Übernahme Westwoods durch Electronic Arts zusammen. Die Lands of Lore-Serie wurde gestoppt, der fast fertige dritte Teil aber noch veröffentlicht.

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