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Grand-Prix-Serie
Formel-1-Simulation
EntwicklerGeoff Crammond / MicroProse
Publisher
Plattform(en)PC
GenreSimulation
Lizenzproprietär
ThematikFormel 1
SteuerungTastatur, Joystick, Maus
MedienCD-ROM
SpracheDeutsch
Aktuelle VersionGP4 - V1.02
Altersfreigabe
USK0 neu2
PEGI 3
InformationAngaben beziehen sich vor allem auf die Versionen 2 bis 4

Die Grand-Prix-Serie ist eine Computerspielserie über die Formel 1 von MicroProse, die unter der Leitung von Geoff Crammond programmiert wurde. Bei den Spielen handelt es sich um Rennsimulationen, die versuchen, die Fahrphysik eines Formel-1-Wagens, den technischen Möglichkeiten entsprechend, so gut wie möglich zu simulieren.

Teile Bearbeiten

Formula One Grand Prix Bearbeiten

Anfang der 90er wurde der britische Programmierer Geoff Crammond von Microprose damit beauftragt, eine möglichst realistische Formel-1-Simulation zu erstellen. Heraus kam 1991 die erste richtige Formel-1-Simulation, Formula One Grand Prix (F1GP), die in den USA unter dem Namen World Circuit verkauft wurde. Das Spiel wurde zuerst für den Amiga veröffentlicht, 1991 dann schließlich auch für den PC. Mit für damalige Verhältnisse überragender Grafik und sehr realistischer Physik wurde das Spiel recht erfolgreich. Es bot einige interessante Innovationen, wie z. B. Regenrennen. Die Möglichkeit, per Nullmodemkabel zwei PCs zu vernetzen und somit gleichzeitig gegeneinander anzutreten wurde der PC-Version durch einen Patch hinzugefügt. Im Mehrspielermodus der Amiga-Version gab es während des Rennens Wagen- und Fahrerwechsel. Man fuhr also abwechselnd. Die Fahrzeuge der anderen Mitspieler wurden während dessen von der CPU gesteuert. Dieser Modus wurde „Hot-Seat-Modus“ genannt. Er ist auch in den neueren Teilen der Serie zu finden. Zusammen mit Indy 500 war es das erste Rennspiel, das Polygone verwendete.

Aus lizenzrechtlichen Gründen sind die Namen von Teams und Fahrern im Spiel verfremdet, können aber anhand der Fahrzeugnummern identifiziert werden. So nennt sich etwa das McLaren-Honda-Team im Spiel McPherson-Alpha, und als Fahrer werden Carlos Sanchez und Kurt Langer anstelle von Ayrton Senna und Gerhard Berger angegeben. Mit einem im Spiel enthaltenen Editor lassen sich diese Namen aber ändern. Grundlage des verfremdeten Datensatzes ist die damals aktuelle Formel-1-Saison 1991. Im Gegensatz zu Fahrer- und Teamnamen sind die im Spiel enthaltenen Rennstrecken aber mit ihren realen Namen enthalten. Kurioserweise werden allerdings in den Streckeninformationen bei den Rundenrekorden die tatsächlichen Namen der Fahrer genannt.

Grand Prix 2 Bearbeiten

1996 folgte der zweite Teil der Serie: Grand Prix 2 (GP2). Geoff Crammond erhielt hierfür erstmals die Erlaubnis der FIA, alle Fahrer, Mannschaften und Strecken aus der Formel-1-Saison 1994 zu benutzen.

Neu waren eine auch heute noch hoch gelobte 3D-Grafik und Digitalsound. Außerdem war es nun möglich, sein Fahrzeugsetup individuell einzustellen, was so detailgetreu möglich war, dass es den originalen Setups der Formel 1 schon recht nahe kam. Das Spiel wurde von den Fans begeistert aufgenommen und war lange Zeit das meistverkaufte Autorennspiel überhaupt. Folglich war es die beste Simulation seiner Ära. Als Wermutstropfen lassen sich allerdings auch der fehlende Regenmodus nennen, sowie die fehlende Unterstützung von 3D-Grafikkarten, wodurch die damalige Hardware völlig mit dem Spiel überfordert war.

Grand Prix 2 stellte im Vorspann die Kräfteverhältnisse der Formel 1 in dieser Zeit auf den Kopf. Williams gewann zweimal die WM, aber im Vorspann gewann ein rotes Auto (Ferrari) gegen einen unschwer als Williams erkennbaren Monoposto.

Grand Prix 3 Bearbeiten

GP 3 logo

Der dritte Teil, Grand Prix 3, der im Jahr 2000 erschien, war in großen Teilen eine Weiterentwicklung von Grand Prix 2. Das Spiel lief nun unter Windows mit DirectX, allerdings war die 3D-Grafikkartenunterstützung nur halbherzig integriert worden. So nutzte das Spiel die Fähigkeiten moderner Grafikkarten kaum und lag damit visuell weit hinter der Konkurrenz zurück. Auch das Spielen über Internet war im Gegensatz zu anderen Spielen, wie z. B. Grand Prix Legends, nicht möglich. Dafür gab es im Spiel ein einzigartiges Wettersystem; so war es erstmals in einer Rennsimulation möglich, dass sich das Wetter im Verlauf eines Rennens änderte. Hörte es auf zu regnen, trocknete zuerst die Ideallinie und danach die Strecke realistisch ab, selbst einzelne Pfützen wurden simuliert. Dadurch wurde das Renngeschehen deutlich beeinflusst, die Strategie wurde ein noch wichtigerer Bestandteil der Simulation. Ebenfalls neu hinzugefügt wurde der Boxenfunk, der zwar bereits für GP2 zur Verfügung stand, jedoch damals nicht aktiviert wurde. Dadurch konnten Hinweise der Box zum geplanten oder ungeplanten Boxenstopp sowie Gratulationen zum erfolgreichen Qualifying oder Rennen auch akustisch wahrgenommen werden. Dies und weitere Verbesserungen machten Grand Prix 3 zu einem Millionenhit, fast so erfolgreich wie der Vorgänger.

Grand Prix 3 Saison 2000 Bearbeiten

Grandprix3-2000season-logo

Ein Jahr später brachte Infogrames (heute Atari), das inzwischen MicroProse aufgekauft hatte, ein Add-on für Grand Prix 3 heraus: Grand Prix 3 Saison 2000. Durch dieses Add-on wurde Grand Prix 3 auf die 2000er Formel-1-Saison aktualisiert. Erstmals wurde die einheitliche Wagengeometrie aufgegeben und unterschiedliche Modelle eingesetzt. In Wirklichkeit handelte es sich nicht um ein Add-on, sondern um ein eigenes Spiel, das auch einige Verbesserungen gegenüber GP3, wie 3D-Sound und EAX-Effekte, eine verbesserte Physik-Engine (Simulation von Differentialen), Schadensmodell (Kollision mit Trümmerteilen) beinhaltet.

Grand Prix 4 Bearbeiten

Grand Prix 4 war der letzte Teil der Grand-Prix-Serie und erschien im Jahr 2002. Während die Physik selbst auf Grand Prix 3 aufbaute, bekam GP4 eine vollkommen neue Grafikengine für DirectX 8 verpasst. Die Strecken waren dank GPS-Vermessung detailgetreu nachgebaut, auch die Wagen waren deutlich detaillierter als beim Vorgänger. Trotz all dieser Verbesserungen wurde Grand Prix 4 ein Flop, was schließlich dazu führte, dass das Microprose-Entwicklerstudio geschlossen wurde und Infogrames damit das Ende der GP-Serie bewirkte. Eine geplante XBox-Version war schon fast fertiggestellt, wurde jedoch nie veröffentlicht. Gründe für die schlechten Verkaufszahlen war zum einen die große Konkurrenz durch Electronic Arts Formel 1 2002, sowie zahlreiche Bugs im Spiel, welche die Kunden verärgerten. Ebenso fehlten einige von den Spielern geforderte Features, wie das Safety-Car oder die Möglichkeit der Einführungsrunde. Die Bugs und fehlenden Funktionen kamen dadurch zustande, dass Infogrames die Entwickler unter zeitlichen Druck setzte und letztendlich ein unfertiges Spiel veröffentlichte, um vor dem Konkurrenten EA am Markt zu sein. Eine klare Fehlentscheidung des Managements, welches somit das Ende dieser erfolgreichen Serie zu verantworten hat.

Ein Nachfolger dieser Serie steht nicht in Ausblick und gestaltet sich auch äußerst unwahrscheinlich, da Sony sich die Rechte an den Formel-1-Spielen bis Mai 2008 gesichert hatte und seine eigene Formel-Eins-Reihe weiterführt, die lediglich auf der PlayStation 2, der Playstation 3 und der PSP erscheint. Nach Auslaufen des Vertrages (im Mai 2008; Sony produzierte aber schon 2007 kein F1 Spiel mehr) übernahm schließlich Codemasters die Rechte. Das Entwicklungsteam von GP4 wurde kurz nach Erscheinen des Spiels aufgelöst und auch Geoff Crammond hat hinsichtlich einer möglichen Fortsetzung nichts verlauten lassen. Gerüchte von einem möglichen Grand Prix 5[1], die 2003 aufkamen, wurden nie eindeutig bestätigt oder dementiert.

Gleichnamige Spiele Bearbeiten

Es gibt weitere gleichnamige Computerspiele. Eines der ersten erschien 1977 für die Konsole Bally Astrocade. 1982 veröffentlichte Activision ein Spiel für den Atari 2600, ebenfalls aus der Vogelperspektive. Weitere Spiele erschienen für den Commodore 64. Viele Spiele tragen auch Grand Prix im Titel, so z. B. Grand Prix Master (1988) und Grand Prix Circuit (1989, Accolade).

Mods Bearbeiten

Offizielle Add-Ons waren seitens der Entwickler nicht vorgesehen (eine Ausnahme bildet GP3-2000). Auch war es durch die eigenen Grafikformate kaum möglich, Einfluss auf das Spiel zu nehmen. Seit Grand Prix 2 war es möglich, mittels Grafikprogrammen den Rennwagen eigene Designs zu verleihen. Weitere Einstellungsmöglichkeiten kamen erst durch Communities hinzu, die sich darum bemühen, die Spiele der Serie jährlich auf den neuesten Stand zu bringen. So ist es möglich, dank dieser kostenlosen Formel-1-Modifikationen sogar mit dem 1996 erschienenen Grand Prix 2 in der Saison 2007 z. B. in Istanbul mit einem Toro Rosso anzutreten. Eine weitere Möglichkeit gab es durch das 2001 entwickelte Programm GPxPatch, das alle Programmversionen ab GP3 unterstützt. Hiermit war das Ersetzen von Strecken nun ohne Kopieren möglich, da dieses Programm das Spiel ursprünglich nicht verändert, sondern es während des Betriebes manipuliert. Somit konnten vor jedem Programmstart theoretisch eigene Saisoneinstellungen geladen werden. Ebenso brachte das Programm die Möglichkeit, 3D-Sound bereits in GP3 einzusetzen, so dass (wie in anderen Rennserien schon lange üblich) in der Nähe befindliche Konkurrenten auch akustisch hörbar waren. Die lange Zeit vernachlässigten Nachrichtenmeldungen ersetzte das Programm durch realistische Einblendungen. Durch viele Fans wurden diese ständig auf dem laufenden Stand gehalten, so dass diese den originalen TV-Einblendungen sehr nahe kamen.

Quellen Bearbeiten

  1. Grand Prix 5 im Anmarsch, www.gamezone.de vom 11. Mai 2003, Zugriff am 17. April 2010

Weblinks Bearbeiten


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