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Fallout ist ein Computer-Rollenspiel, entwickelt und vertrieben 1997 von Interplay. Fallout zeichnet eine düstere Zukunftsvision einer Alternativwelt nach dem Atomkrieg, wobei jedoch trotz des ernsten Hintergrundes Witz und Charme nicht zu kurz kommen. Bei den Fans ist es aufgrund seiner Hintergrundgeschichte, der Handlungsfreiheit und des schwarzen Humors beliebt. Im April 2007 kaufte Bethesda die Rechte an der Serie.

Veröffentlichungsjahre der Fallout-Serie
1997 – Fallout
1998 – Fallout 2
1999 –
2000 –
2001 – Fallout Tactics: Brotherhood of Steel
2002 –
2003 –
2004 – Fallout: Brotherhood of Steel
2005 –
2006 –
2007 –
2008 – Fallout 3
2009 –
2010 – Fallout: New Vegas
2011 –
2012 – Fallout Online (voraussichtlich)

Fallout Bearbeiten

Fallout (dt.)
EntwicklerBlack Isle Studios[1]
PublisherInterplay
Erstveröffent-
lichung
30. September 1997
Plattform(en)PC(DOS, Windows), Macintosh
GenreComputer-Rollenspiel
SpielmodiEinzelspieler
SteuerungTastatur, Maus
Systemminima
alle
10+ MB freier Speicher, Maus[2]
DOS
Pentium 90 MHz, 32 MB RAM, 2x CD-ROM, SVGA, SoundBlaster kompatible Soundkarte.
Win
Pentium 90 MHz, 16 MB RAM, DirectX 3.0a or 5.0, 2x CD-ROM, SVGA, DirectSound kompatible Soundkarte.
Mac
PowerMac, 16 MB RAM, CD-ROM, System 7.1.2.
Medien1 CD-ROM
SpracheIm Original Englisch
Aktuelle Versionv1.1
v1.3.5 (7. August 2009, inoffiziell)[3]
Altersfreigabe
USK ab 16 freigegeben
InformationIn der deutschen Version wurden alle Kinder entfernt und übermäßig brutale Todesanimationen herausgeschnitten.

Handlung Bearbeiten

Krieg, Krieg bleibt immer gleich (WAR, War never changes).

Mit diesen Worten beginnt die Geschichte von Fallout, die den Spieler in eine postapokalyptische Dystopie unserer eigenen Welt entführt. Nahezu die komplette Erde wurde durch einen Atomkrieg verwüstet und die wenigen, die nicht sofort verbrannten oder den Strahlentod starben, mussten in einer lebensfeindlichen und todbringenden Welt überleben. Weite Teile des Planeten wandelten sich in Ödland, und der (namensgebende) Fallout verteilte die Radioaktivität in jeden Winkel der Erde. Doch jene, die all die Widrigkeiten überlebten, begannen irgendwann den Versuch eine neue Zivilisation aufzubauen. Bald schon erhoben sich die ersten kleinen Siedlungen aus der atomaren Asche. Bevor der Krieg eskalierte und die Zivilisation unterging, hatten jedoch einige wenige tausend Menschen in einem Verbund von Bunkern, den sogenannten Vaults, Schutz und Zuflucht gefunden. Als die ersten Bomben fielen, schlossen sich die Bunkertüren und trennten die Bunkerbewohner vom Rest der Welt. Viele Jahre lebten sie isoliert, waren geschützt vor den Widrigkeiten der kontaminierten Umwelt – bis in einem Bunker, Vault 13, ein Computersystem ausfiel: ein Steuerchip für die Wasseraufbereitungsanlage. Ohne funktionierende Wasserversorgung würden die Bewohner des Bunkers nicht mehr lange überleben können, und so schickten sie einen von ihnen vor die schützenden Tore des Bunkers, in eine ihnen inzwischen fremd gewordene Welt. Diese Person ist der Held der Geschichte und seine Geschicke werden vom Spieler gesteuert. Ziel ist es, einen neuen Wasserreinigungschip aufzutreiben und Informationen über die Umwelt zu sammeln.

Gameplay Bearbeiten

Als erstes hat der Spieler die Möglichkeit, seine Spielfigur seinen Wünschen anzupassen und einen eigenen Helden zu generieren. Alternativ kann ein bereits vorgefertigter Held bzw. eine vorgefertigte Heldin ausgewählt werden. Es entsteht eine Zwickmühle, da das Spiel sowohl Kämpfe als auch geschicktes Handeln fordert und man nicht auf beiden Gebieten perfekt sein kann. Ist das erledigt, findet sich der Spieler vor den Toren des Bunkers wieder, das Geschehen wird dabei aus einer isometrischen Perspektive dargestellt.

Auf der Suche nach einem Ausgang der Höhle, in der der Bunkereingang liegt, trifft der Spieler auch auf die ersten Gegner und das Spiel wechselt in den rundenbasierten Kampfmodus, der für Rollenspiele sehr selten geworden ist und ein wichtiger Aspekt für die Popularität der Serie ist. Durch den Kampf, aber auch durch das Lösen von Rätseln und Aufgaben, erhält die Spielfigur schließlich Erfahrungspunkte, die ab einer bestimmten Menge einen Stufenanstieg ermöglichen und so Möglichkeit geben, die Spielfigur in ihren Fähigkeiten zu verbessern. Im Laufe des Spiels wird der Spieler mit zahlreichen anderen Charakteren konfrontiert, die er nicht nur bekämpfen muss. Viele sind ihm auch (mehr oder weniger) freundlich gesinnt und handeln mit ihm, erteilen ihm Aufträge oder liefern ihm wichtige Informationen. Einige spezielle Charaktere schließen sich u. U. dem Spieler an und unterstützen ihn in den Kämpfen.

Rollenspielsystem Bearbeiten

Nachdem ursprünglich GURPS als Grundlage dienen sollte, wurde nach Lizenzstreitigkeiten ein eigenes System entwickelt, das auf drei zentralen Arten von Charaktereigenschaften basiert:

  • Die Spielfigur besitzt sieben Attribute: Das S.P.E.C.I.A.L.-Attributsystem, ein englisches Akronym, welches für die Attribute Strength (Stärke), Perception (Wahrnehmung), Endurance (Ausdauer), Charisma, Intelligence (Intelligenz), Agility (Beweglichkeit), und Luck (Glück) steht. Diese Attribute modifizieren zahlreiche Aspekte des Gameplays. So kann ein Spieler, der eine hohe Stärke besitzt, wesentlich mehr Items mit sich tragen als ein Spieler mit geringerer Stärke, eine hohe Beweglichkeit resultiert in mehr Aktionspunkten pro Kampfrunde. Die Attribute bleiben prinzipiell das ganze Spiel über gleich, eventuell ergibt sich im Spielverlauf jedoch die Möglichkeit zur Verbesserung. Auch können Merkmale (s. u.) die Attribute unter Umständen modifizieren.
  • Der zweite große Aspekt des Systems sind die Talente des Spielers, sie bestimmen wie gut (oder wie schlecht) die Spielfigur bestimmte Tätigkeiten ausführen kann. Zur Auswahl stehen verschiedene Waffentalente, aber auch Fähigkeiten wie das Öffnen von Schlössern, das Verhandeln oder das Stehlen finden sich darunter.
  • Als dritter Punkt existieren einige spezielle Merkmale der Spielfigur, die den Charakter genauer beschreiben und weitere Möglichkeiten zur Spezialisierung bieten. So erhält eine Spielfigur, die „Begabt“ als Merkmal gewählt hat, einen Punkt pro Attribut zusätzlich, allerdings dürfen dann auch pro Stufenanstieg weniger Talente gesteigert werden. Bei der Generierung dürfen nur zwei Merkmale gewählt werden. Nach jeweils drei Stufenaufstiegen wird ein zusätzliches Merkmal gewählt. Haben die bei der Generierung wählbaren Merkmale noch je einen Vorteil und einen Nachteil, ist dies bei den im Spielverlauf wählbaren Merkmalen nicht mehr der Fall und es stehen nur noch rein positive Merkmale zur Wahl. So kann z. B. ein Charakter mit hoher Wahrnehmung und gutem Waffen-Skill u. a. 'Scharfschütze' wählen und verursacht fortan mit Schusswaffen mehr Schaden, kann dagegen kein 'Meisterhändler' werden, da ihm dazu Charisma fehlt.

Kampfsystem Bearbeiten

Das Kampfsystem in Fallout ist ausschließlich rundenbasiert. Die Spielfigur besitzt entsprechend ihrer Eigenschaften eine bestimmte Anzahl an Aktionspunkten, die für verschiedene Tätigkeiten wie das Angreifen, die Fortbewegung oder den Einsatz von Talenten eingesetzt werden können. Wird die Runde des Spielers beendet, obwohl noch Aktionspunkte vorhanden sind, werden diese auf den Rüstungswert der Spielfigur addiert. Im eigentlichen Kampf bestimmt das zur verwendeten Waffe zugehörige Talent die Trefferwahrscheinlichkeit, wobei der gezielte Schuss auf eine bestimmte Körperpartie, z. B. den Kopf, die Wahrscheinlichkeit weiter verringert. Dieser Nachteil wird aber durch einen erhöhten Schaden und eine höhere Chance auf kritische Treffer ausgeglichen. Auch ist es so möglich, dem Gegner gezielt Verletzungen zuzufügen. Ein Widersacher, der aufgrund eines kritischen Treffers am Kopf ‚verstümmelt‘ ist, stellt kaum noch eine Gefahr dar, da er so gut wie nicht mehr in der Lage ist den Spieler zu treffen. Natürlich kann die Spielfigur selbst ebenfalls derartige Verletzungen erleiden, die aber durch Einsatz eines Talentes, die Einnahme eines Stimpack oder den Besuch eines Arztes geheilt werden können. Das Spiel bietet weiterhin eine Vielzahl an Waffen und Gegenständen an. Die Auswahl reicht dabei von einfachen Schlagringen über Maschinenpistolen zu Flammenwerfern und hochmodernen Plasmagewehren, wobei viele Waffen real existierenden Modellen nachempfunden sind.

Medikamente und Drogen Bearbeiten

In der Welt von Fallout existieren eine Vielzahl von Medikamenten und Drogen, die alle einen bestimmten Nutzen haben. Das Medikament Rad-Away beispielsweise ermöglicht den Abbau von Strahlung im eigenen Körper. Hält sich die Spielfigur längere Zeit in einem kontaminierten Gebiet auf, so wird sie – in Abhängigkeit von ihrer Resistenz gegen Strahlung – früher oder später verstrahlt werden, was zu einem schnellen Ende des Heldenlebens führen kann. Die wohl am häufigsten verwendeten Medikamente sind Stimpacks, die verlorene Lebenspunkte wieder auffrischen – kaum ein Spieler wird ohne ausreichenden Vorrat an Stimpacks eine gefährliche Gegend betreten. Neben den Medikamenten gibt es noch spezielle Drogen, die für kurze Zeit die Attribute der Spielfigur erhöhen, oft aber auch negative Begleiterscheinungen haben. Bei übermäßigem Gebrauch von Drogen, aber auch bestimmten Medikamenten, kann die Spielfigur von der verwendeten Substanz abhängig werden. Nimmt er die betreffende Substanz nicht regelmäßig ein, leidet er unter Entzugserscheinungen und erleidet Abzüge bei seinen Eigenschaften.

Stilistische Einflüsse Bearbeiten

Die atmosphärische Darstellung des post-apokalyptischen Kataklysmus erinnert zunächst stark an den Film A Boy and His Dog – In der Gewalt der Unterirdischen aus dem Jahre 1975. Darüber hinaus heißt der Hund und Gefährte des Hauptcharakters in Fallout Dogmeat, benannt nach Mad Max' Hund im gleichnamigen Film. Das Computerspiel Wasteland, entwickelt von Interplay im Jahr 1987 für den Apple II, den Heimcomputer C64 und MS-DOS, wird oft als inoffizieller geistiger Vorgänger der Fallout-Serie angesehen. Dies wird jedoch, nicht zuletzt aus Lizenzgründen, von offizieller Seite bestritten. In Fallout sind allerdings an einigen Stellen wiederkehrende Elemente aus Wasteland (wie z. B. der Charakter Fat Freddy) zu finden. Neben den hier genannten Anspielungen finden sich in Fallout und vor allem im Nachfolger Fallout 2 viele Anspielungen an TV-Serien-Formate wie Doctor Who oder an bekannte Spielfilme wie diejenigen von Monty Python.

Fallout 2 Bearbeiten

Fallout 2
EntwicklerBlack Isle Studios
PublisherInterplay Entertainment
DesignerFeargus Urquhart
Chris Avellone
Matt Norton
Erstveröffent-
lichung
30. September 1998
Plattform(en)PC(Windows), Macintosh
GenreComputer-Rollenspiel
Spiel-EngineFallout engine
SpielmodiEinzelspieler
SteuerungTastatur, Maus
SystemminimaWindows:[4] Pentium 90 MHz, 16 MB RAM, 600 MB freie Festplatte, DirectX kompatible SVGA Karte, 4x CD-ROM drive, Windows kompatible Maus, Windows 95
Macintosh:[5]PowerPC G3 233 MHz, 128 MB RAM, 600 MB freie Festplatte, Mac OS X v10.1.4
Medien1 CD-ROM
SpracheEnglisch, deutsch, französisch
Aktuelle Version1.02 (1999)
2.1.2b (17. September 2010, Communitypatch)[6]
Altersfreigabe
USK ab 16 freigegeben

Am 30. September 1998, nur ein Jahr nach Erscheinen, erhielt Fallout mit Fallout 2, entwickelt von Black Isle Studios und vertrieben von Interplay, einen Nachfolger, der zeitlich 80 Jahre nach dem ersten Teil spielt.[7] Der Spieler steuert einen Nachfahren der Spielfigur des ersten Teils, der nun ein G.E.E.K (Garten Eden Erstellungs Kit, auf engl. G.E.C.K. Garden of Eden Creation Kit) finden muss, um sein Heimatdorf Arroyo vor der Dürre zu retten.

Der Umfang des Spiels wurde erheblich ausgedehnt und viele neue Waffen und Items hinzugefügt. Da für diesen Teil jedoch ein vollkommen anderes Entwicklerteam verantwortlich zeichnete, welches den humoristischen und parodistischen Aspekt des ersten Teils sehr viel stärker betonte und die Spielwelt mit zeitgenössischen Popkulturanspielungen und versteckten Gags füllte, rief es bei der Fangemeinde äußerst gemischte Gefühle hervor. Aufgrund von Änderungen an der deutschen Version, um durch eine möglichst niedrige Einstufung der USK das Spiel einer möglichst großen Käufergruppe zugänglich zu machen, war die Urversion mit zahlreichen Bugs behaftet, die durch Patches jedoch zum Großteil eliminiert wurden.[6] Vor allem die Animationen der Sterbesequenzen virtueller Gegner wurden geändert.[8]

Fallout Tactics: Brotherhood of Steel Bearbeiten

Mit Fallout Tactics, entwickelt von MicroForte und vertrieben von Interplay, wurde das Fallout-Universum um ein Taktik-Rollenspiel erweitert. In diesem Spiel führt man eine Gruppe, die anfangs nur aus Menschen besteht, später auch aus Mutanten, Todeskrallen (reptilenartige Fantasiegeschöpfe), Ghule, sowie Kampfroboter durch verschiedene Missionen. Neu ist hierbei die Möglichkeit, in einen Echtzeitmodus umzuschalten, außerdem kann man das Spiel über Gamespy 3D im Multiplayermodus spielen.

Im Multiplayermodus hat der Spieler auch die Möglichkeit Hunde oder Kühe zu kommandieren. Die Waffen entwickeln sich von den Nahkampfwaffen und ersten Fernkampfwaffen der ersten Missionen zu ersten Gewehren, später schwere Waffen wie Panzerfäuste, Kleingeschütze, dann Energiewaffen auf Laser- und Plasmabasis und schließlich Gausswaffen. Entsprechend entwickeln sich die Gegner und die Kämpfe mit ihnen von den ersten Kämpfen, bei denen fast jeder Schuss ins Leere geht, zu Kämpfen, bei denen wirklich jeder Schuss trifft. Wie schon in vorausgegangenen Versionen wurden zahlreiche Animationen für den deutschen Markt geschnitten.[9]

Die Charaktere können hierbei stetig weiterentwickelt und spezialisiert werden, bis man am Ende des Spiels eine Gruppe aus (normalerweise) sechs Spezialisten hat.

Fallout: Brotherhood of Steel Bearbeiten

Bei diesem Konsolenableger der Serie handelt es sich um ein sehr geradliniges Action-RPG auf der Technik der Dark-Alliance-Titel, die ebenfalls von Interplay vertrieben wurden. Der Spieler hat hierbei die Wahl zwischen drei Rekruten der Stählernen Bruderschaft und macht sich mit diesem Alter Ego auf die Suche nach einigen vermissten Ordensbrüdern. Fortan prügelt und ballert sich der Spieler durch große Gegnerscharen, um so Erfahrungspunkte und Ausrüstung zu erlangen und zu verbessern.

Das Spiel wurde äußerst zwiespältig aufgenommen. Gerade aufgrund der starken Ähnlichkeit zu Baldur's Gate: Dark Alliance und fehlender eigener Ideen, blieben die Bewertungen der Fachpresse eher zurückhaltend (Durchschnittswertung PS2-Version auf Metacritic: 64 von 100).[10] In der Fallout-Fangemeinde konnte das Spiel kaum Anklang finden. Es handelte sich um ein eher oberflächliches Machwerk, das wenig von den Hintergründen der Fallout-Welt preis gibt. Auch das Charaktersystem hat keine Gemeinsamkeiten mehr mit dem für Fallout typischen S.P.E.C.I.A.L.-System, sondern wurde stark vereinfacht und auf ein rein kampforientiertes Spiel abgerichtet. Da Interplay zur selben Zeit der Ankündigung von Brotherhood of Steel (BoS) das eigentliche Fallout-Projekt Van Buren einstellte, wurde Interplay u. a. die Ausschlachtung des Markennamens zur Sanierung der eigenen Finanzen vorgeworfen. Interplay hatte zu dieser Zeit bereits seit längerem große finanzielle Schwierigkeiten, war zwischenzeitlich vom französischen Softwarekonzern Titus Interactive aufgekauft und geriet unter dessen finanziellen Problemen ebenfalls immer stärker ins Straucheln. BoS stellte tatsächlich mit Dark Alliance II die letzte Veröffentlichung Interplays vor Anmeldung des Insolvenzverfahrens dar. Ein bereits geplanter Nachfolger wurde dadurch wieder eingestellt.

Fallout 3 Bearbeiten

Datei:Fallout 3 Logo.jpg

→ Hauptartikel: Fallout 3

Ein dritter Teil der Fallout-Serie, der den Arbeitstitel Van Buren trug, wurde von Interplay angekündigt; dann löste Interplay jedoch am 22. Dezember 2003 das Entwicklerteam Black Isle Studios kurz vor Fertigstellung des Spiels auf.

2004 konnte sich Bethesda Softworks (u. a. The Elder Scrolls) vom zwischenzeitlich insolventen Hersteller Interplay die Rechte für die Entwicklung eines dritten Fallout-Teils sichern. Bethesda greift nicht auf das Konzept von Van Buren zurück, sondern will einen von Grund auf ‚neuen‘ dritten Teil entwickeln. Die Namensrechte an Fallout gingen im April 2007 an Bethesda über, jedoch arbeitet Interplay weiterhin an einer MMORPG-Umsetzung der Spielwelt. Allerdings unter Auflage Bethesdas.

Das Spielprinzip von Fallout 3 wurde von Bethesda Softworks umgestaltet, um es nach Ansicht der Entwickler der Firma zeitgemäßer zu machen. Zum Beispiel wurde die zweidimensionale isometrische Ansicht durch eine dreidimensionale Ego-Perspektive ersetzt. Zudem kann der Spieler erstmals wählen, die Kämpfe in Echtzeit zu bestreiten.


Fallout: New Vegas Bearbeiten

Datei:Fallout New Vegas Logo.png

Am 20. April 2009 hat Bethesda Softworks auf einer Pressekonferenz in London Fallout: New Vegas angekündigt. Das von Obsidian Entertainment entwickelte Fallout: New Vegas ist ein eigenständiger Ableger der Reihe, also kein Nachfolger und keine Erweiterung zu Fallout 3. Die Handlung spielt im ehemaligen Las Vegas, welches nun New Vegas genannt wird. Es basiert auf der gleichen Engine wie Fallout 3. Die Spielmechanik unterscheidet sich geringfügig von Fallout 3: So gibt es leichte Veränderungen im V.A.T.S.-Modus, in dem nun jede Nahkampfwaffe einen Spezialangriff ausführen kann. Außerdem hat der Spieler nun die Möglichkeit seine Waffen zu modifizieren, etwa mit einem Zielfernrohr oder einem größeren Magazin, und mehr Möglichkeiten Gegenstände wie Nahrung oder Munition selbst herzustellen. Das Spiel erschien in den USA am 19. und in Europa am 22. Oktober 2010 für den PC, die Xbox 360 und die PS3.[11] Die PC-Version muss nach dem Kauf einmalig über Steam aktiviert werden. Eine dauerhafte Internetverbindung zum Spielen ist durch den Offline-Modus nicht erforderlich.[12]

Fallout: New Vegas erhielt von dem Magazin Looki.de eine Wertung von 84 Prozent. Obwohl beispielsweise neben der Grafik-Engine viele Aspekte aus Fallout 3 übernommen wurden, zeigte sich das Magazin überzeugt von der ansprechenden, umfangreichen Spielwelt und den zwar kleinen, doch meist sinnvollen Verbesserungen und Modifikationen gegenüber dem dritten Teil. Bemängelt wurde vor allem der technische Zustand zum Veröffentlichungszeitpunkt.[13]

Am 18. November 2010 wurde der Download-Content Dead Money für Fallout: New Vegas angekündigt, der am 21. Dezember 2010 erstmals für Xbox 360 und am 22. Februar 2011 für Computer und Playstation 3 erhältlich sein soll.[14]

Fallout Online Bearbeiten

Fallout Online logo.png

Project V13 (Project Vault 13) war der Arbeitstitel eines im Fallout-Universum angesiedelten Massively Multiplayer Online Role-Playing Game (MMORPG) von Interplay Entertainment und den Masthead Studios, welches sich noch in der Entwicklung befindet. Die Engine ist dieselbe wie bei dem Online-Rollenspiel Earthrise, welches parallel zu Project V13 bei Masthead Studios entsteht. Jason Anderson und Chris Taylor (nicht zu verwechseln mit dem Spieleentwickler Chris Taylor von Gas Powered Games) die schon an Fallout mitgewirkt haben, arbeiten mit an dem Projekt.[15][16][17]
Auf der E3 2010 wurde der Titel in Fallout Online umbenannt. 2012 soll eine offene Beta starten.[18]

Filmrechte Bearbeiten

Bethesda Softworks, Entwicklerstudio von Fallout 3 beantragte den Markenschutz für Fallout auch für die Bereiche Film und Fernsehen. Eine filmische Umsetzung könnte demnach also irgendwann in Form einer Serie oder eines Kinofilms erscheinen.[19]

Weblinks Bearbeiten

Einzelnachweise Bearbeiten

  1. Cheong, Ian. Game Info. Lionheart Chronicles. GameSpy. Abgerufen am 25. Juli 2006.
  2. Fallout Frequently Asked Questions. Anonymous (19. Mai 1998). Abgerufen am 20. März 2009.
  3. Fallout 1.3.5 by TeamX, AtomicGamer.com (englisch, 7. August 2009)
  4. Fallout 2. Technical Support. Interplay. Abgerufen am 11. Januar 2011.
  5. McVeigh, Chris (8. Oktober 2002). Survival Guide. Fallout: Post-Nuclear Survival on Mac OS X. Apple Computer. Abgerufen am 3. September 2006.
  6. 6,0 6,1 Killap (18. September 2010). Fallout 2 Restoration v2.1.2b. nma-fallout.com. Abgerufen am 29. November 2010.
  7. Avellone, Chris (25. Februar 2002). Fallout Bible 0. Fallout Bible. Abgerufen am 3. September 2006.
  8. Schnittbericht der Animationen zu Fallout 2
  9. Schnittbericht zu Fallout Tactics
  10. Metacritic: http://www.metacritic.com/game/playstation-2/fallout-brotherhood-of-steel/critic-reviews
  11. http://www.gamestar.de/spiele/fallout-new-vegas/news/fallout_new_vegas,44882,2315630.html
  12. http://www.gamestar.de/spiele/fallout-new-vegas/news/fallout_new_vegas,44882,2315539.html
  13. Looki: Fallout: New Vegas (X360) / Test
  14. IGN: Fallout New Vegas: Erster DLC angekündigt
  15. http://www.buffed.de/news/7256/fallout-mmo-interplay-bestaetigt-project-v13
  16. http://www.4players.de/4players.php/spielinfonews/PC-CDROM/3950/1853748/Interplay.html
  17. http://www.demonews.de/kurznachrichten/index.php?shortnews=20033
  18. http://www.junge-technik.de/06/games/e3-2010-fallout-online-startet-2012/
  19. http://www.pcgames.de/aid,682062/Fallout-Film-Bethesda-sichert-sich-Namensrechte-fuer-Film-und-Fernsehen/PC/News/


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