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Écarté wird mit Pikettkarte, d.h. mit 32 Blatt französischer Spielkarten gespielt. Jeder erhält fünf Blätter, das elfte Blatt wird offen aufgeschlagen und bestimmt die Trumpffarbe (Atout), die übrigen Blätter werden als Talon verdeckt danebengelegt. Die Reihenfolge der Karten lautet: König, Dame, Bube, Ass (!), Zehn, Neun, Acht, Sieben.

Partie Bearbeiten

Eine Partie ist beendet, sobald ein Spieler fünf Punkte erreicht (anlegt, markiert). Eine Partie besteht aus mehreren Spielen. Vor Beginn der Partie zieht jeder Spieler eine Karte. Wer die höhere Karte zieht, teilt die Karten; das Recht zu geben wechselt nach jedem einzelnen Spiel.

Man kann vereinbaren, dass der Gewinn der Partie

  • dreifach zählt, wenn der Verlierer keinen Punkt markieren konnte,
  • doppelt zählt, wenn der Verlierer einen oder zwei Punkte markieren konnte,
  • einfach zählt, wenn der Verlierer drei oder vier Punkte markieren konnte.

Beim Spiel in der Chouette (s.u.) findet diese Regel jedoch keine Anwendung.

Punkte für den Atout-König Bearbeiten

Deckt der Geber als 11. Karte einen König auf, so schreibt er augenblicklich einen Punkt. Hat der Geber bereits vier Punkte erreicht und schlägt einen König als Atout auf, so ist die Partie damit zu Ende.

Hat ein Spieler den Atout-König auf der Hand und meldet ihn, bevor er sein erstes Blatt ausspielt, so erhält der Spieler einen Punkt; das heißt der Geber braucht den Atout-König erst dann zu melden, nachdem Vorhand zum ersten Stich ausgespielt hat; will Vorhand den Atout-König melden, so muss er dies vor dem ersten Ausspiel tun.

Ein Spieler ist nicht verpflichtet, den Atout-König zu melden. Hat ein Spieler bereits vier Punkte erreicht und hält den Atout-König in der Hand, so darf er ihn sofort melden und damit die Partie beenden.

Punkte für SticheBearbeiten

Macht ein Spieler drei oder vier Stiche, so schreibt er einen Punkt; macht ein Spieler alle fünf Stiche (d.h. die Vole), so schreibt er zwei Punkte.

EkartierenBearbeiten

Glaubt die Vorhand 3 Stiche zu machen, so spielt sie aus, wenn nicht, sagt sie: „Je propose!“ („Ich proponiere!“). Der Geber darf dann dies Anerbieten mit: „Jouez!“ („Spielen Sie!“) zurückweisen; hat er aber auch schlechte Karten, so fragt er: „Combien?“ oder er erwidert: „Ich acceptiere!“ Dann werfen beide ihre schlechten Blätter weg, und der Geber gibt vom Talon neue. Das Weglegen (Ekartieren) kann fortgesetzt werden, bis ein Teil auf „Spielen“ dringt oder der Talon aufgebraucht ist, wobei die aufgeschlagene Atoutkarte nicht verwendet werden darf. Ist der Talon aufgebraucht, so muss Vorhand das Spiel beginnen. .

Wer das erstmalige Ekartieren ablehnt, muss 3 Stiche machen, sonst legt der Gegner einen zusätzlichen Point an.

  • Macht der Geber zumindest drei Stiche, obwohl Vorhand nicht proponiert hat, so erhält der Geber einen zusätzlichen Point.
  • Macht Vorhand zumindest drei Stiche, obwohl der Geber seine erste Proposition abgelehnt hat, so schreibt Vorhand einen zusätzlichen Point.

Farb- und StichzwangBearbeiten

Es herrscht Farb- und Stichzwang, d.h. hat ein Spieler zu einem Stich ausgespielt, so muss der Gegner

  • mit einer höheren Karte derselben Farbe stechen. Kann er das nicht, so muss er
  • eine niedrigere Karte derselben Farbe zugeben. Ist das nicht möglich, so muss er
  • mit einer Trumpfkarte stechen, und falls auch das nicht geschehen kann,
  • eine beliebige andere Karte abwerfen.

Ein Verstoß gegen diese Regel (Renonce) wird wie folgt bestraft: Wenn ein Spieler Renonce gemacht hat, müssen alle bereits gespielten Karten in die Hand zurückgenommen werden. Der Spieler, der den Fehler gemacht hat, muss sein Blatt offen auflegen, und das Spiel wird erneut durchgeführt. Der Spieler, der Renonce gemacht hat, darf nur dann einen Punkt markieren, wenn er alle fünf Stiche macht.

Der Spieler, der den Stich gewonnen hat, spielt zum nächsten Stich aus. Es ist üblich, dass ein Spieler, der zu einem Stich ausspielt, die Farbe (nicht aber den Wert) der ausgespielten Karte nennt, spielt jemand z.B.  7, so sagt er "Herz".

Jeux de règleBearbeiten

Beim Écarté gelten gewisse Blätter, die geeignet sind, frei Stiche zu machen, als sogenannte Jeux de règle (Regelspiele). Wenn der Nicht-Teiler solch ein Blatt in der Hand hat, soll er spielen, ohne zu kaufen. Hat der Teiler ein solches Blatt in der Hand, dann soll er die Kauf-Proposition des Nicht-Teilers ablehnen. Als Jeux de règle gelten

a) drei Trümpfe im Blatt

b) zwei Trümpfe mit

  • drei Karten der gleichen Farbe
  • zwei Karten der gleichen Farbe, wenn eine derselben eine Dame oder ein König ist,
  • zwei Karten der gleichen Farbe (mindestens Bube und Ass) und einem Buben in einer anderen Farbe

c) ein Trumpf mit

  • vier Karten der gleichen Farbe, darunter den König
  • drei Karten der gleichen Farbe (mindestens Dame) und einem König in einer anderen Farbe,
  • zwei Karten der gleichen Farbe und zwei Königen.

d) ohne Trumpf, jedoch

  • zwei Könige und zwei Karten der gleichen Farbe (Dame),
  • vier Figurenkarten, darunter zwei Damen.


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