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Digger ist ein Computerspiel, das 1983 von der kanadischen Firma Windmill Software entwickelt und für IBM-PC kompatible Computer veröffentlicht wurde. Das Spiel wurde von Rob Sleath programmiert und ist ein Clone der Spiele Dig Dug und Mr. Do!.

SpielbeschreibungBearbeiten

Der Spieler steuert einen Radlader, der Ähnlichkeiten (zumindest auf dem Cover der Spielpackung) mit Kompaktladern der Firma Bobcat aufweist, durch ein unterirdisches Labyrinth. Die Spielfigur ist nicht auf die schon erstellten Wege der Levels beschränkt, da beim Verlassen eines Weges ein Neuer gegraben wird. Das Spielziel besteht darin, einen möglichst hohen Platz in der Highscore-Tabelle zu erreichen. Hierzu kann der Spieler acht verschiedene Levels beenden, in denen jeweils eine gewisse Zahl an Diamanten eingesammelt werden muss. Ab dem neunten Level werden die Karten fünf bis acht wiederholt, bis der Spieler keine Leben mehr hat. Es gibt neben Diamanten auch Goldsäcke, die sich ab einer bestimmten Falltiefe öffnen (mind. zwei Zeilen). Wenn ein Monster von einem fallendem Sack getroffen wird, kann es sich nicht mehr bewegen und wird getötet, sobald es auf den Boden auftrifft. Dies gibt Bonuspunkte.

Eine Schwierigkeit besteht in den Gegnern: die Nobbins können sich zwar nur durch existierende Gänge bewegen, doch wenn zwei Nobbins aufeinander treffen und "paaren", entstehen zwei Hobbins, die eigene Gänge graben können. Hobbins können außerdem Goldsäcke und Diamanten fressen.

Zudem muss der Spieler versuchen, Gegnern auszuweichen, die dem Spieler bei Berührung ein Leben abziehen. Von Zeit zu Zeit ist es möglich, einen Schuss abzufeuern, der einen Gegner außer Gefecht setzen kann. Wie im Spiel Pac-Man kann der Spieler einen Bonusgegenstand (Kirsche) einsammeln, der es ihm dann für einige Sekunden ermöglicht, selbst Gegner bei Berührung zu zerstören. Dieser Bonusgegenstand erscheint, wenn alle Monster des Levels mindestens einmal getötet wurden. Die Kirsche erscheint dort, wo sonst auch die Monster erscheinen. Der Belohnungs-Modus ist durch einen wesentlich helleren Hintergrund zu erkennen. Kurz vor Ende des Bonus-Modus flackert der Hintergrund. In dieser Zeit sollte man auf keinen Fall noch versuchen, ein Monster zu fressen, da die Wahrscheinlichkeit dann sehr hoch ist, dass der Modus endet und man ein Leben verliert. Je 20.000 Punkte kriegt man außerdem ein neues Leben.

Im Spiel wird als Hintergrundmusik das Stück Popcorn eingesetzt. Nach Einsammeln des Bonusgegenstands wird Gioacchino Rossinis Ouvertüre seiner letzten Oper Wilhelm Tell gespielt. Verliert der Spieler ein Leben, ertönen der dritte und vierte Takt des dritten Satzes („Trauermarsch“) der Klaviersonate Nr. 2 b-Moll von Chopin.

Den aktuellen offiziellen Rekord hält der Pole Roman Tomczyk mit 3.333.300 Punkten und dem 353. Level.(s. www.digger.org)

KonvertierungenBearbeiten

Digger Remastered

Screenshot des ersten Levels aus Digger Remastered

1984 wurde von Sleath eine Version für den IBM PCjr entwickelt. Nachdem 1998 Andrew Jenner den Quelltext disassemblierte und mit Digger Remastered eine neue Version des Spiels unter der GPL für MS-DOS veröffentlichte, wurden in der Folgezeit eine Vielzahl an verschiedenen und zum Teil kommerzieller Portierungen für andere Systeme durchgeführt. (Unter anderem für Windows, Unix/Linux, Mac OS, AmigaOS, Dreamcast und in Java)

WeblinksBearbeiten


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